Museumsdorf Glashütte

Die 1716 durch den Grafen Friedrich Sigismund zu Solms-Baruth gegründete Glasmachersiedlung Glashütte befindet sich im Baruther Urstromtal, auf der Mitte des Weges zwischen Berlin und Spreewald.

Das heutige Museumsdorf ist mit seiner Bausubstanz aus dem 18. und 19. Jahrhundert einzigartig in Europa. Seit 1983 steht das gesamte Dorf unter Denkmalschutz.

An verschiedenen Standorten in Glashütte wurde bis 1980 Glas hergestellt. Neben dem Hüttengebäude aus dem Jahre 1861, in dem sic heute ein Museum und die moderne Schauglasproduktion befinden, und dem alten Hüttengebäude aus dem Jahre 1844 sind drei weitere ältere Hüttenstandorte bekannt.

 

Eine Försterei, Waldarbeiterhäuser, eine Schule, Stallungen und Wirtschaftsgebäude in märkischer Fachwerkbauweise, restaurierte Junggesellenhäuser, Dorfbacköfen und gemauerte Erdkeller vervollständigen das Ensemble und geben einen Einblick in das Leben der früheren Bewohner.

Hier befindet sich das Museumsdorf Glashütte

 

Glasmuseum

Das historische Hüttengebäude beherbergt einen modernen Glasofen neben den alten Produktionsanlagen.

Der alter Glasofen von 1954 ist im Originalzustand erhalten. In seiner Schmelzwanne befindet sich noch das 20 t schwere, 1980 erkaltete Glas als Block.

 

Im Museumsbereich kann man die Entstehung und Verarbeitung von Glas, von der Rohstoff-

aufbereitung über die Herstellung der Glasformen (Modeln) bis zum Schleifen und Verpacken (Einbinden) der fertigen Glasprodukte nachvollziehen.

Die breite Palette der in den vergangenen Jahrhunderten produzierten Glaswaren wird anhand zahlreicher Ausstellungsstücke dokumentiert, und so mancher wird dabei Stücke aus seiner Jugendzeit wiedererkennen :-)

 

Glasproduktion

1998 wurde ein neuer moderner Glasofen in Betrieb genommen. Hier wird die glühende Glasmasse bei Temperaturen bis zu 1450 °C unter den Händen erfahrener Glasmacher verarbeitet.

Es ist zu sehen, wie aus freier Hand oder mit verschiedenen Modeln Gefäße und Objekte entstehen. Die Umsetzung eigener Ideen und Auftragsarbeiten für Künstler - so entstehen neben verschieden-

sten Gefäßen auch plastische Arbeiten - bestimmen die Arbeit der Hütte.

 

Wer Lust und Interesse hat, kann auch selbst versuchen, die heiße Glasmasse zu formen und das Resultat mit nach Hause nehmen. 

Die hier hergestellten Glaswaren werden in einem Laden zum Kauf angeboten. Ich erwarb hier z.B. einen in meiner Kindheit heiß ersehnten "Flaschenteufel" :-))

 

Thermosflaschen-Museum

1866 wurde der Erfinder der uns allen gut bekannten und oft benutzten Thermoskanne, Reinhold Burger, in Glashütte geboren.

In einem ehemaligen Werkstattgebäude wird jetzt sein Nachlaß gezeigt.

Nach der lehre als Glasinstrumentenbauer und nachdem er in verschie-

denen Glasfirmen, u.a. auch in den USA, gearbeitet hatte, gründet er 1894 in Berlin seine eigene Firma. 1903/1904 wurde die Thermoskanne patentiert.

Später widmete er sich der Herstellung von Röntgenröhren, entwickelte eine Leuchtstoffröhre und erhielt auch hierfür weitere Patente.

Neben seiner Werkstatt und dem Firmenarchiv beherbergt die Ausstellung eine Sammlung historischer Thermoskannen und Röntgen-

apparate sowie viele andere Ausstellungsstücke.

 

Kunst und Handwerk

 

 

 

Feldscheune

 

Die Feldscheune beherbergt einen keinen Laden, in dem neben Produkten aus Hanf, angefangen von Lebensmitteln über Kosmetika bis hin zu Textilien, traditionelle Handwerksprodukte aus Brandenburg sowie Holz- und Papierspielzeug angeboten werden.

Außerdem findet man Arbeiten von Kunsthandwerkern aus Glashütte und der Region sowie Malerei und Grafik.

 

Eine kelien Sommergalerie für Kunstobjekte und Plastiken befindet sich im hinteren offenen Teil der Scheune.

Lampenglasbläserei

Direkt neben der Glashütte befindet sich die Lampenglasbläserei. Hier entstehen aus einfachen farbigen Glasröhren verschiedenste filigrane Gefäße, die direkt vor den Augen der Besucher und nach ihren Wünschen hergestellt werden und gekauft werden können.

 

Pott-Teria - Töpferei und Töpfercafé

Im Museumsdorf befinden sich die Töpferei und das Töpfercafé. Hier wird Keramikgeschirr mit hohem Gebrauchswert hergestellt. Führungen und Töpferkurse (nach Anmeldung) gibt es ebenfalls. 

Im kleinen Café können Sie Kaffee-

Spezialitäten aus dem hier hergestellten Geschirr genießen.

 

                   Kräutergarten und Kräuterladen

 

 

Sehenswert ist der große Kräutergarten des Museums-

dorfes.

Hier kann man neben den bekannten Küchenkräutern viele vergessene und wenig bekannte Heil- und Würzpflanzen finden, so z.B. mehrere Sorten von Minze, wie Ananas-, Orangen- oder Apfelminze.

 

Im Kräuterladen können Sie nicht nur diese, sondern auch verschiedene Kräuterzubereitungen, wie Salben, Tinkturen und Kosmetika oder hier erzeugte Obstweine erwerben.

 

Gastronomie  

Gasthof Reuner und Dorfbackofen

 

Der historische Gasthof mit Biergarten und Brandenburgs ältester erhaltener Kegelbahn wurde 1870 erbaut.

Er war ein Zeichen des Wohlstandes der Glasmacher, aber auch Ort der Begegnung und Kultur.

1998 - 2000 wurde das Gebäude aufwendig rekonstruiert.

Zum heutigen ""Gasthof Reuner" gehört das ehemalige Gesindehaus, in dem sich jetzt vier Gästezimmer befinden.

 

 In den 194 sanierten Dorfbacköfen wird ganzjährig gebacken. Auf traditonelle Weise mit Natursauerteig hergestellt, werden verschie-

dene Brotsorten angeboten, wie Bauernbrot, Zwiebel- oder Kartoffel-Hanf-Brot.

 

Backschinken, frische Räucherwaren oder Kassler im Brotteig laden zum Genießen ein.

 

 

Öffnungszeiten: 

April bis Oktober

November bis März

Di - So    10.00 - 18.00 Uhr

Di - So    10.00 - 16.00 Uhr

Montag Ruhetag

Ausnahmen für Gruppen nach Vereinbarung