Storchendorf Linum

 

 

Hauptstraße in Linum 

 

 

Von Berlin aus ist das Storchendorf  leicht zu ereichen. Man fährt auf der A24 bis zur Abfahrt Kremmen und von dort aus dann über Staffelde und Flatow nach Linum.

 

Gleich, wenn man in den Ort kommt, fallen einem die ersten Storchennester auf. Rund 18 sollen es sein, die Jahr für Jahr wieder bezogen werden. Wir haben bei unserem Besuch 13 entdeckt. Wenn man etwas mehr als nur die Silhouette eines Storches oder einer Storchenfamilie sehen möchte, empfiehlt es sich, ein Fernglas bei der Hand zu haben.

In den nahegelegenen Linumer Teichen finden die Störche reichlich Nahrung.

 

Wer mag, kann sich das gegenüber der Kirche befindliche Storchenmuseum ansehen.

 

Wenn der Storchennachwuchs flügge wird, wird das mit einem Storchenfest gefeiert. Das soll jeweils am 1. Augustwochenende stattfinden.

Hier sind sogar 2 Nester auf einem Dach

 

 

Die Kirche von Linum feierte am 7. Juli 2002 die Einweihung der neu renovierten Kirche. Der Farbgeruch war noch heftig. An der Stelle, an der man gewöhnlich eine Orgel vorfindet, steht keine mehr. Statt dessen gibt es eine elektronische Orgel, eine Sachspende für diese Kirche.

Eine Tafel an der Kirche erinnert an die religiöse Dichterin Luise Hensel, die 1798 in Linum geboren wurde. Eine Freundschaft verband sie mit dem Dichter Clemens Brentano bis zu seinem Tode.

 

Am bekanntesten dürfte ihr Gedicht "Müde bin ich, geh zur Ruh'.." sein:

 

              Kirche in Linum       (Foto: Wolfgang Schmidt )

Müde bin ich
 
Müde bin ich, geh' zur Ruh',
Schließe beide Äuglein zu;
Vater, laß die Augen dein
Über meinem Bette sein!
 
Hab' ich Unrecht heut' gethan,
Sieh' es, lieber Gott, nicht an!
Deine Gnad' und Jesu Blut
Macht ja allen Schaden gut.
 
Alle, die mir sind verwandt,
Gott, laß ruhn in deiner Hand!
Alle Menschen, groß und klein,
Sollen dir befohlen sein.
 
Kranken Herzen sende Ruh',
Nasse Augen schließe zu;
Laß den Mond am Himmel stehn
Und die stille Welt besehn!

 

 

Nur 3 km von Linum entfernt liegt Hakenberg, wo man sich das Denkmal für die Schlacht 1675 bei Fehrbellin ansehen kann. Und wenn dann noch Zeit bleibt, kann man auch noch in Wustrau vorbeischauen. Dort kann man sich das Schloss des Generalmajors von Zieten ansehen oder das Brandenburg-Preußen Museum (oder noch besser beides:-))