IM ODERBRUCH UNTERWEGS

 

 

Nachdem wir uns die vereiste Oder angesehen hatten, fuhren wir weiter durchs Oderbruch.

Während der Regierungszeit des preußischen Königs Friedrichs II . (1740-1786) begann die

planmäßige Trockenlegung und Urbarmachung des Oderbruchs (1747-1753).

Friedrich II lud Bauern und Handwerker aus halb Europa ein, das neue Land zu besiedeln.

 

Unser weiterer Weg führte uns nach Letschin. Gleich am Markt sieht man den etwas seltsamen Kirchturm.

Die Kirche wurde 1818/1819 von Schinkel erbaut. Nach dem Krieg konnte nur der Kirchturm erhalten werden,

die Ruinen des Kirchenschiffes mussten in den 70iger Jahren abgerissen werden.

 

 

 

1905 errichteten die Bürger von Letschin zu Ehren Friedrich des Großen ein Denkmal. 1945 sollte es eingeschmolzen werden,

aber es fanden sich Bürger, die das Denkmal versteckten. Im Jahr 1990 wurde der Alte Fritz aus dem Versteck geholt

und frisch restauriert wieder aufgestellt.

In diesem Jahr wurde der 300. Geburtstag Friedrich II. gefeiert, der Blumenschmuck ist noch zu sehen.

 

Gleich neben dem Denkmal steht eines der ältesten Gasthäuser des Oderbruchs, das Gasthaus "Zum Alten Fritz".

Die Handlung Theodor Fontanes  Kriminalnovelle „Unterm Birnbaum“ spielt in Letschin.

Als die Figur  des Helden  soll der damalige Gastwirt gedient haben.

Theodor Fontanes Eltern betrieben in Letschin eine Apotheke, in der Theodor auch einige Zeit als Apothekengehilfe arbeitete.

 

 

 

 

 

Von Letschin aus fuhren wir nach Neuhardenberg. Immer wieder gern besuchen wir das dortige Schloss und den dazugehörigen Park.

Die ganze Geschichte zu diesem Schloss kann hier nachgelesen werden: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Neuhardenberg

Natürlich sieht alles in den besseren Jahreszeiten sehr viel schöner aus.

 

 

 

 

 

 

Mir gefallen ganz besonders die alten Platanen im Park.

 

 

 

Diese Platane überragt sogar das Schloss um Einiges.

 

 

 

Im Park steht ebenfalls ein Denkmal, das Friedrich dem Großen gewidmet ist.

 

 

 

Der Wassergraben hinter dem Schloss ist zugefroren, das Betreten ist verboten.

Doch wie man sieht, hält sich so mancher nicht daran.

 

 

 

Eine Installation im Park mit 5 großen flachen Metall-Skulpturen von Moritz Götze, die

berühmte marmorne Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow mit der Königin Luise

und ihrer Schwester Friederike.

Götze projizierte dabei die Vorderansicht der Skulptur auf eine Fläche, die verschieden farbig ist.

 

 

 

Fassade des ehemaligen Eiskellers...

 

 

 

Noch einmal die Riesenplatane neben dem Schloss und die Kirche Neuhardenberg.

 

  

 

 

Die Kirche wurde nach einem Brand von 1801 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel wieder aufgebaut und 1809 fertig gestellt.

Auf der Rückseite des Altars wird auf seinen Wunsch das Herz des preußischen Staatsmannes Karl August Fürst von Hardenberg aufbewahrt.

 

Blick auf den Dorfanger von Neuhardenberg mit einer Schönheit von Baum

 

 

 

Was hier wie ein rätselhaftes Muster aussieht, ist ein Stück Holzzaun. Der Zaun war offenbar nass,

und durch die große Kälte waren die Tropfen gefroren und bildetet dieses Muster.

 

 

 

Auf der Heimfahrt kamen wir an Schloss Wulkow vorüber.

 

 

 

Rechts neben dem Schloss wird dieses Haus zurzeit wieder hergerichtet. Ob es zum Schloss gehört oder

ein normales Wohnhaus werden wird, wissen wir nicht.

 

 

 

An der Straße zwischen Trebnitz und Jahnsfelde sahen wir diesen Stein am Wegesrand, der uns neugierig machte.

1812/ 1813 kämpften Jahnsfelder Einwohner in der Lebuser Landwehr unter dem Kommando des General von der Marwitz gegen Napoléon.

Der Stein mit der Aufschrift "Den drei Unbekannten" ist Opfern aus dieser Zeit gewidmet.

 

 

 

 

 

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WOCHE 07/2012

 

Im Oderbruch unterwegs

08.02.2012