UNTERWEGS IN BRANDENBURG

 

Diesmal verlockte der Sonnenschein zu einem Ausflug ins Brandenburger Umland.

Unser erstes Ziel war Zerpenschleuse am alten Finowkanal.

Der Finowkanal wurde 1605-1620 gebaut, er sollte die Alte Havel bei Liebenwalde mit den Mölln-Seen

westlich des heutigen Finowfurt verbinden und hatte eine Länge von 39,4 km.

1907-1914 erfolgte der Bau des Hohenzollernkanals (heute Oder-Havel-Kanal). Der Finowkanal verlor seine

Hauptfunktion als Wassertransportweg, die beiden Schleusenkammern unmittelbar vor den Schnittstellen der Kanäle

wurden zugeschüttet, der Finowkanal unterbrochen. Das nunmehr stehende Gewässer des alten Kanals wird seither

von Zerpenschleuse bis Liebenwalde als "Langer Trödel" bezeichnet.

 

Am Ende des Langen Trödel...

 

 

 

Hier befindet sich (?) eine Badestelle und wird auch als Spiellatz benutzt - alles auf eigene Gefahr -

einladend sieht das nicht gerade aus, zumal auch noch Bäume gefällt wurden...

 

 

 

 

Der Oder-Havel-Kanal

 

 

 

Die Ziegel-Kirche von Zerpenschleuse am Langen Trödel

 

 

 

Am Rande des Kanals hing dieser Vogelkäfig in einem Strauch, darin hauste ein seltsamer Vogel :-)

 

 

 

Und nebenan gab es den Schallplatten-Strauch, und neben dem noch einen Strauch voller Tassen.

Das alles gehört offenbar zu dem dortigen Antikladen...

 

 

 

Dieser Spruch an einer Hoftür gefiel mir...

 

 

 

Daneben hing ein Briefkasten mit diesem Schild...

(was sagt uns das?)

 

 

 

Von Zerpenschleuse aus fuhren wir nach Zernikow. Am Wegesrand standen gleich 2 Kreuze.

Zwei junge Männer verloren hier am gleichen Tag ihr Leben. Man sieht öfter Kreuze an Brandenburger

Straßen, und jedes einzelne Kreuz berührt mich.

 

 

 

In Zernikow schauten wir nach dem Gutshaus, das seit Jahren von einem Förderverein saniert werden soll.

Nun sind die Vorderfront und die beiden Seitenwände fertig. Nur hinten sieht es noch total oll aus.
Dereinst hatte der preußische König Friedrich der Große seinem ehemaligen Kammerdiener und späterem Geheimen Kämmerer

Michael Gabriel Fredersdorff dieses Gut geschenkt. Nach Fredersdorffs Tod verheiratete sich seine Frau erneut.

Aus der zweiten Ehe ging eine Tochter hervor, die später einen von Arnim heiratete und die Mutter von dem Dichter Achim von Arnim wurde.

In dem Gut Zernikow ist der Dichter als Kind zum großen Teil bei seiner Großmutter aufgewachsen und hat seine ersten Schreibversuche gemacht.

Die von Arnims sind als Landadel überall in Brandenburg noch präsent, bis 1945 hat ein Nachfahre von Achim von Arnim in dem Gutshaus gewohnt.

 

 

 

 

Im hinteren Teil des Gutshauses konnten, bisher noch ungestört, erste Frühlingsboten wachsen.

 

 

 

Ein herrlicher Baum auf dem Gutshof...

 

 

 

Zu Zeiten von Friedrich dem Großen wurde in Zernikow eine große Seidenraupenzucht betrieben und jede Menge

Maulbeerbäume gepflanzt. Eine Maulbeerallee gibt es noch heute:
 

 

 

Unterwegs konnten wir viele Bäume voller Misteln sehen.

 

 

 

Ein kleines Wäldchen am Wegesrand...

 

 

 

Unsere Fahrt führte uns nach Schulzenhof. Auf dem dortigen Vorwerk lebet das Schriftstellerehepaar

Eva und Erwin Strittmatter, die ich beide sehr schätze.

Wir besuchten ihre Gräber, die sich auf dem kleinen Friedhof am Vorwerk befinden.

Auch einer ihrer Söhne fand dort seine letzte Ruhe.

 

 

 

 

 

Auf unserem weiteren Weg nach Lindow konnten wir auf einem Feld Kraniche sehen...

 

 

 

 

 

Angesagter Treffpunkt auf dem Wutzsee in Lindow :-))

 

 

  

 

 

 

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Unterwegs in Brandenburg

26.02.2012