GOETHEHAUS IN WEIMAR

 

 

Goethes Wohnhaus am Frauenplan

 

Goethe bewohnte das Haus mit nur kurzen Unterbrechungen fünfzig Jahre lang

bis zu seinem Tod im Jahr 1832.

 

 

 

Der Hof

 

 

 

Im Treppenhaus

 

 

 

Auf der Türschwelle zum Gelben Saal heißt der lateinische Gruß Salve die Besucher willkommen.

Goethe nutzte den Raum als Empfangssaal.

 

 

 

Das Gelbe Zimmer

 

Der große, ausziehbare Tisch in der Raummitte deutet an, dass hier auch gegessen wurde: Im Gelben Saal war

Platz für größere Gesellschaften im Rahmen von Goethes Amts- und Repräsentationspflichten.

 

 

 

Das Kleine Esszimmer

 

War die Familie Goethe unter sich, so wurden hier gemeinsam die Mahlzeiten eingenommen.

Links steht der Mappenschrank. In ihm bewahrte Goethe Zeichnungen und Kupferstiche auf.

 

 

 

Das Büsten- oder Brückenzimmer

 

Es ermöglichte Goethe einen Zugang vom Vorderhaus zum Garten, den man über das sich anschließende Gartenzimmer

und eine überdachte Holzaußentreppe erreicht.

 

Deckengewölbe mit efeu- und weinlaubumrankten Lilienstängeln und Thyrsosstäben

 

 

 

Hier stehen viele Skulpturen, Büsten, Abgüsse...

 

                                    Johann Gottfried Herder                                                                      Friedrich Schiller                                            

 

  

 

 

  

 

 

Die Christiane-Zimmer

 

Eine Büste von Christiane von Goethe, geb. Vulpius, Goethes Frau

 

 

 

In diesem ersten Christiane-Zimmer findet man die Portraits ihres gemeinsamen Sohnes und der 3 Enkelkinder:

 

August von Goethe und seine Frau Ottilie geb. Freiin von Pogwisch

 

  

 

 

Die drei Enkelkinder

 

Wolfgang war der Lieblingsenkel von Goethe.

Walther war der Älteste und starb als letzter Enkel.

Alma starb kurz vor ihrem 17. Geburtstag an Typhus.

 

 

 

Ein Blick in den Garten

 

 

 

2. Christiane-Zimmer: Wohnzimmer

 

Hier saß Christiane gern.

 

 

 

Großes Sammelzimmer

 

Bis zu Christianes Tod 1816 lagen in diesem und den beiden folgenden Zimmern die Privaträume der Familie,

zu denen nur wenige Menschen Zugang hatten. Danach brachte Goethe hier seine

ständig wachsenden Sammlungen unter.

Er sammelte neben Gemälden auch Kleinbronzen, Zeichnungen, Plastiken, Münzen und Medaillen,

dazu die naturwissenschaftlichen Sammlungen.

 

 

 

Zu den Sammlungen gehören auch die Gemälde an der Wand rechts neben den Fenstern.

In ihrem Zentrum ein Porträt des Großherzogs Carl August.

 

 

 

Ein Ofen

 

 

 

Das Majolikazimmer

 

Majolika sind farbig bemalte zinnglasierte italienische Keramiken des 15. und q6. Jahrhunderts und andere Arten glasierter Tonware.

 

 

 

Diese Nische gehört zum Majolikazimmer. Sie diente anfangs als Schlafzimmer für Goethe und Christiane.

Nach Christianes Tod nutzte Goethe es hauptsächlich als Sammlungszimmer.

 

 

 

Deckenzimmer

 

Das Zimmer heißt so wegen der spätbarocken Stuckdecke

 

 

 

Ursprünglich gehörte der Raum zum Wohnbereich der Familie

und diente zuweilen auch Gästen zur Übernachtung.

 

 

 

Später präsentierte Goethe hier seinen Besuchern ausgewählte Zeichnungen und Graphiken in Form eines Bilderkabinetts.

 

 

 

Der Ofen in diesem Zimmer

 

 

 

 

 

Juno-Zimmer

 

Als seine „erste Liebschafft in Rom“ bezeichnete Goethe die Kolossalbüste der Göttin Juno, deren Gipsabguss man gleich rechts nach

Betreten des Raumes sieht. Das zugehörige Marmor-Original sah er auf seiner Italienreise in der Villa Ludovisi in Rom.

 

Die beiden aufeinander folgenden Juno- und danach das Urbino-Zimmer waren Gesellschaftsräume, in denen Goethe

offizielle Empfänge gab oder Gastgeber von Soireen und Teegesellschaften

 

Johann Heinrich Meyer kopierte das römische Wandgemälde, das über dem Klavier hängt

und dessen grüne Lichtschutzvorhänge Goethe effektvoll auf- und zuziehen konnte.

Der Hammerflügel unter dem Gemälde verrät eine weitere Funktion des Junozimmers: Goethe nutzte es als Musikzimmer.

Auf dem Flügel hat er selbst gespielt. Noch lieber aber ließ er sich etwas vorspielen, darunter von so

bekannten Pianisten wie Clara Wieck oder dem jungen Felix Mendelssohn-Bartholdy.

 

 

 

 

 

 

Urbino-Zimmer

 

Dieser Raum nennt sich nach dem über dem Sofa hängenden Porträt des Herzogs von Urbino.

 

Dieser Raum bildet den Abschluss der Gesellschaftsräume. Durch das Aufziehen einer Schiebetür ließ er sich bei großen

Gesellschaften mühelos mit dem davorliegenden Juno-Zimmer verbinden.

 

 

 

Das Arbeitszimmer von Goethe

 

Auf dem großen Tisch in der Mitte des Raumes liegt ein Kissen: Auf dieses konnte Goethe seine Arme stützen, wenn er längere Zeit las.

 

Die Gegenstände auf dem Stehpult an der linken Seite nutzte Goethe für seine naturwissenschaftlichen Studien.

In ihrer Mitte steht ein weißer Flakon mit einer Napoleonbüste als Stöpsel. Mit dessen die Lichtfarben reflektierendem Opalglas sah

Goethe seine Erkenntnisse zur Farbenlehre bestätigt.

 

 

 

 

Das Schlafzimmer

 

Diese Kammer machte Goethe in seinen späten Jahren zu seinem Schlafzimmer, lag sie doch in unmittelbarer

Nähe zum Arbeitszimmer. In seiner Kammer ließ Goethe um sein Bett einen Wandbehang aus grobem Leinengewebe

anbringen, der einen gewissen Schutz vor der Kälte des Mauerwerks bot.

 

Im Sessel neben dem Bett starb Goethe am 22. März 1832 um die Mittagsstunde in Gegenwart seiner Schwiegertochter Ottilie,

 „geisteskräftig und liebevoll bis zum letzten Hauche“, wie die Todesanzeige am folgenden Tag bekanntgab.

 

 

 

Der Hausgarten, angelegt als Bauerngarten.

 

 

 

 

 

 

(Die Informationen basieren auf dem Audiotext zu Goethes Wohnhaus)

 

 

 

 

 

 

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WOCHE 35/2018

IM GOETHEHAUS IN WEIMAR

21.08.2018

 

 

 

 

 

 

 

 

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