Der Störmthaler See -

wo einst Magdeborn stand

 

 

Von Magdeborn und dem Tagebau Espenhain wird bald nichts mehr zu sehen sein, denn nach Beendigung des Braunkohleabbaues wird das Tagebaugelände rekultiviert.

Der Tagebau Espenhain besteht aus zwei Teilrestlöchern. Der nördliche Teil wird nach Abschluß der Sanierung den Markkleeeberger See bilden und der südliche Teil den weitaus größeren Störmthaler See.

 

Die Skizze zeigt schematisch die zukünftige Seenlandschaft im Südraum Leipzig Anfang bis Mitte des 21. Jahrhunderts.

 

Abkürzungen:  

Zwenkauer See
Störmthaler See
Hainer See
Cospudener See
HaselBacher See
Speicher Borna
Markkleeberger See
Speicher Witznitz
Bockwitzer See
Kulkwitzer See
Werbener See
Harthsee

 

     

 

Durch die Autobahnen A 14 und die neue A 38 ist die zukünftige Seenlandschaft für Touristen gut zu erreichen.

 

In den Störmthaler See soll ab 2003 Wasser einlaufen, bis 2011 soll der Tagebau geflutet sein.

 

Dort, wo schon bald Wasser die Grube in den Störmthaler See verwandeln wird, haben der KuHstall e.V. Großpösna, der Bund Bildender Künstler Leipzig e.V. und die Projektgruppe „Kunst statt Kohle” begonnen, dem Dorf ein Denkmal zu setzten. Vineta heißt das Kunstprojekt.


Eine abstrakte Nachbildung des Kirchturms der ehemaligen Magdeborner Kirche, welche als schwimmendes Objekt auf dem zukünftigen Störmthaler See die ehemals vorhandene kulturelle Besiedlung symbolisiert und an die ehemaligen Dörfer erinnern soll.

Die schwimmende Kirche wurde von der Künstlerin Ute Hartwig-Schulz entworfen.

 

 

Auf stählernen Schwimmkörpern, in der Konstruktion eines Ponton, wird eine Grundplatte aufgelegt, deren tragende Teile aus Vollholzbalken bestehen. Als Oberfläche erhält diese eine Bretterschalung. Die Konstruktion des Kirchturmes und der Dächer wird mit Vollholz-Doppel-T-Trägern auf der Grundplatte errichtet. Insgesamt wird das Objekt eine Höhe von ca. 14,50 m haben. Offizielle Grundsteinlegung war am am 15.Juni 2002.

Um die Konturen des Turmgerüstes aufzuweichen, werden auf die Gerüstelemente des Turmes Putzträger aufgebracht und verputzt, so daß eine unregelmäßige Oberfläche im Kleckerburgenstil entsteht. Diese Putzschicht dient gleichzeitig als Schutz der Holzkonstruktion vor Feuchtigkeit.

Die gesamte Anlage wird über Ketten an Betonfundamente auf dem Grund des Sees verankert. Für den Betrachter entsteht der Eindruck, daß sich der untere Teil der Kirche unter Wasser befindet und nur noch die Spitze herausragt.

Nach Fertigstellung des Projektes wird die Gemeinde Großpösna in dem Kirchlein Trauungen möglich machen.

 

Der zukünftige Störmthaler See wurde leider nicht nach dem „versunkenen“ Magdeborn benannt, dessen Gemarkung sich unter dem See befindet, sondern nach der nahegelegenen Gemeinde Störmthal, die damit erhofft, ein Anziehungspunkt für Touristen zu werden.

 

So wird der Störmthaler See aussehen:

 

Die ehemalige Innenkippe des Tagebaus Espenhain soll zum Teil zu einer Insel im zukünftigen "Störmthaler See" werden.