Grundschulzeit in Magdeborn      

 

Vor der Einschulung besuchte ich bereits einen Kindergarten, denn meine Eltern waren beide berufstätig. Daran habe ich allerdings kaum eine Erinnerung.

Magdeborn - Am Tanzberg

Hier in diesem Haus erlebte ich einige wunderliche Dinge, z.B. daß "der Klapperstorch" mir ein Brüderchen brachte. Und wenn ich nachts aufstand, kam es vor, daß ich nicht laufen konnte, weil mich geheimnisvolle Geister an den Füßen festhielten.

In der Küche war eine schräge Wand, in der sich kleine Türchen befanden. Dahinter waren Nischen, die meine Phantasie natürlich anregten, und so dachte ich mir allerlei aus, was sich da verbergen könnte.

Da ich immer sehr viel gelesen habe, tauchte ich auch öfter einmal ab in eine "andere Welt". 

 

 

Was mich wohl erwarten wird???

   

An die Einschulung kann ich mich eigentlich auch nur wegen der Zuckertüte erinnern. Mein großer Bruder hatte mir nämlich verraten, daß ER die Zuckertüte zur Schule gebracht hat, die dann wohl als große Überraschung an einem Zuckertütenbaum hängen sollte.

 

                  Hier habe ich die Zuckertüte schon vom Baum "gepflückt" :-) 

 

Die Schule von MagdebornIch war anfangs keine  besonders gute Schülerin, und bei Klassentreffen im späten Erwachsenenalter las ich in alten Klassenbüchern davon, daß ich öfter Einträge wegen "Zuspätkommens" erhielt. Und auf meinen Zeugnissen stand regelmäßig, daß ich sehr schwatzhaft sei....

 

Gitti in der 2. Klasse

Trotzdem wurde ich ein "Junger Pionier" :-)

 

 

 

Später, so etwa in der 6. Klasse "platzte bei mir der Knoten", und das Lernen fiel mir unheimlich leicht. So erreichte ich bald so gute Ergebnisse, daß meine Lehrer einen Oberschulbesuch vorschlugen und somit mein Leben in eine ganz andere Richtung lenkten, als es sonst vielleicht gekommen wäre.

1962 (ab der 9. Klasse) wechselte ich auf die Oberschule in Markkleeberg.

Meine letzte Magdeborner Adresse: Am Tanzberg 12

 

Die letzten Jahre in Magdeborn verbrachten meine Eltern in diesem Haus. Ich war dort nur noch "Gast" in den Ferien bzw. hatte später meine eigene Familie.

Davon übriggeblieben ist nichts mehr, denn wie beschrieben, wurden alle Bewohner des Ortes umgesiedelt, die Häuser abgerissen, um an dieser Stelle Braunkohle abzubauen.